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Verhaltensänderung und Verbesserte Wirksamkeit von Projekten

INTERACTION arbeitet bei der Durchführung von Studien zur Verhaltensänderung mit mehreren Partnerorganisationen zusammen. Ziel ist es die Wirksamkeit von Projektinterventionen zu verbessern.

 

Die RANAS-Methodik, die ursprünglich von Prof. Hans-Joachim Mosler von der EAWAG entwickelt wurde, bietet einen systematischen Ansatz zur Messung von Verhaltensfaktoren, die menschliches Verhalten beeinflussen. Langjährige psychologische Forschung validiert diesen Ansatz.

 

Dank einer systematischen Methode ermöglicht der RANAS-Ansatz, gezielte Verhaltensfaktoren zu ermitteln, die das Handeln der untersuchten Bevölkerung beeinflussen. Ein ermittelter Faktor kann somit vorhersagen, ob eine Person ein bestimmtes Verhalten annimmt oder nicht. So können bei Projekte gezielte Schlüsselbotschaften bestimmt und vermittelt werden, welche die Faktoren und somit das Verhalten beeinflussen.

Gute Sanitär- und Hygieneverhaltensweisen annehmen

In Burkina Faso führt Morija seit 2015 ein Wasse, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) Programm in den 28 Dörfern der Gemeinde Nobére durch. 74% der Familien verfügen über Zugang zu sanitären Anlagen (6% zu Beginn des Projekts). Das Projekt strebt nun an, dass die Familien die Nutzung der installierten Anlagen vermehrt und regelmässiger nutzen. Folglich werden zwei komplementäre Verhaltensweisen gemessen: Benutzung der Latrine (statt Defäkieren im Freien) und Händewaschen nach der Benutzung.

 

Webinar zum Projekt (YouTube Links):

Fördern von gesundem, ökonomischem und ökologischem Kochen

Im Tschad arbeitet MET mit PROMOSOL zusammen, um Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien zu verbreiten, darunter ein Solarofen.

 

Obwohl der Solarofen erhebliche Einsparungen ermöglicht (die Sonne ist kostenlos), erfordert seine Verwendung eine echte Verhaltensänderung im Vergleich zu traditionellem Kochen mit Holz oder Gas. Daher versucht das Projekt, die Verhaltensfaktoren zu identifizieren, die eine Verbreitung und Etablierung dieser Innovation bremsen. Die Anschaffung eines Ofens, welche eine erhebliche Investition darstellt, garantiert zudem nicht dessen optimale Nutzung.

 

Das Projekt zielt darauf ab, die Nutzung des Solarofens zum Kochen der Hauptmahlzeit zu erhöhen. Die Ergebnisse werden genutzt, um die Bekanntheit des Ofens zu erhöhen und die Marketing-Botschaft zu verfeinern. Gleichzeitig schützt dies die Umwelt und fördert eine gesunde Ernährung.

 

Webinar zum Projekt (YouTube Links):

Sicherstellung der Schulbildung für sehbehinderte Kinder

In Burkina Faso arbeitet MEB mit 5 inklusiven und spezialisierten Schulen, die sehbehinderte Kinder aufnehmen und ihnen den Schulbesuch ermöglichen.

 

Eine grosse Herausforderung besteht darin, diese Kinder ausfindig zu machen, da sie oftmals von ihren Familien versteckt werden. Andererseits wollen manche Eltern nicht in dieses Kind "investieren", da es schwierig sein würde, ein Studium zu absolvieren und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Ziel der MEB und ihrer Partner ist, diese Kinder zu identifizieren und ihre Eltern zu sensibilisieren, damit sie sich für eine Schule entscheiden, die an die spezifischen Bedürfnissen der Kinder angepasst ist.

 

Zu Beginn des Projekts waren nur 55 % der sehbehinderten Kinder in den betroffenen Gebieten eingeschult.

Partnerschaft mit RANAS Ltd.

 

 

INTERACTION arbeitet seit 2019 mit RANAS Ltd. zusammen und nutzt die von Hans-Joachim Mosler 2012 entwickelte Methodik.

 

 

Partnerorganisationen

 

Diese Projekte werden von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), mitfinanziert.